Schreiben und Informationen

Hier finden Sie ausgewählte Schreiben der jüngsten Zeit. Die Sortierung richtet sich nach dem Datum

Gesprächsvermerk über den Termin „Kandel 30“ bei Herrn Stadtbürgermeister Tielebörger am 22.08.2011 von 18:00 bis 19:10

Teilnehmer waren neben Herrn Tielebörger, Herr Verbandsbürgermeister Poß, die städtischen Beigeordneten Frau Lind und Herr Rapp, von der Verwaltung Herr Schönlaub und 22 Anwohner aus der Rheinstraße (Anwesenheitsliste wurde erstellt und wird von der Stadt der Initiative zur Verfügung gestellt).

 

Herr Tielebörger begrüßt die Teilnehmer und gibt das Wort der Initiative. Herr Ewinger führt in das Thema aus Sicht der Anwohner ein. Ziele sind die Einführung einer Tempo 30 Geschwindigkeitsbeschränkung rund um die Uhr, reiner Anlieferverkehr für LKW´s und weitere Schutzmaßnahmen zur Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Selbstverständlich müssen zur Überwachung des Tempolimits auch Messanlagen vorgehalten werden.

Aus dem Kreis der Anwohner wurde die an zahlreichen Stellen nicht ausreichende Gehwegbreite angesprochen. Insbesondere Kinder, Kinderwagennutzer und mobilitätseingeschränkte Menschen sind hier besonderen Gefährdungen ausgesetzt, bzw. werden an der Nutzung der Gehwege in unzulässiger Weise gehindert.

Herr Nagel berichtet von seinem Blumenkübel vor seinem Haus zur Sicherheit der Fußgänger zur Vermeidung der Benutzung des Gehwegs per Auto. Er bittet um Auskunft zur Mindestbreite von Gehwege. Herr Poß teilt daraufhin mit, dass 1,50 Meter das Maß sei, aber bei bestehenden Bebauungen nicht stringent eingehalten werden könne

Angefragt wird die Einrichtung von Bodenwellen, Fahrbahnverengungen und dergleichen.

Die Verkehrsbelastung hat in den vergangenen Jahren permanent zugenommen und ein nicht mehr erträgliches Maß erreicht. LKW´s, Busse, PKW´s, miserabler Straßenzustand, Raserei zu jeder Tageszeit, …. lassen die Anwohner verzweifeln. Stadt und Verbandsgemeinde werden daher aufgefordert nun endlich geeignete Schritte einzuleiten.

 

Herr Tielebörger: Das erhöhte Verkehrsaufkommen insbesondere der LKW´s hängt nach seiner Meinung auch mit der Baustellensituation in Winden zusammen. Der Versuch die Ortsdurchfahrt Kandel für LKW´s zu sperren scheiterte bisher. Erneuter Anlauf beim LBM scheint möglich, hängt aber von einem Zählergebnis des Verkehrs ab. Die Zählung darf aber frühestens mit Herstellung Normalzustand nach Fertigstellung Baustelle Winden stattfinden.

Herr Poß: Bietet neue Kontrollmessungen an. Die Messstellen werden noch im Laufe der Woche zwischen Herrn Schönlaub, Herr Ewinger und Herrn Vedder einvernehmlich festgelegt und nach Erklärung von Herrn Tielebörger ebenfalls noch im Laufe der Woche für die Dauer von mindestens vier Wochen starten. Bei der Auswertung der Messergebnis sind die Initiatoren/Anwohner zu beteiligen. Herr Schönlaub nimmt hierzu Kontakt auf. Es folgen Ausführungen zur rechtlichen Anwendungen der Bundesstraßen , Darstellung der möglichen Ausnahmen, die da wären nämlich schutzwürdige Bereiche rund um Kindergärten, Altenheime,…

 

 

Ein Anwohner führt aus, dass einige Gehwegstellen nicht ausreichend breit sind, ob dies nicht ein Ansatzpunkt für eine weitere Ausnahmeregelung wäre. Dies wurde verneint. Für den Fall, dass man Tempo 30 anordnen würde, ist davon auszugehen, dass diese Entscheidung von der Kreisverwaltung Germersheim als Rechtsaufsicht aufgehoben würde. Verbandsgemeinde bzw. Stadt dürfen selbst nicht eine kommunale Geschwindigkeitsüberwachung und Ahndung vornehmen. Dies sei im Zuge einer Änderung der Gemeindeordnung erst ab einer Einwohnergröße ab 20.000 möglich.

Frau Lind ist ebenfalls der Meinung, dass nach vielen Gesprächen die Sie geführt hat, der Zustand in der Rheinstrasse nicht mehr tragbar ist und hier etwas geschehen muss. Weiterhin findet es keine Akzeptanz, dass eine LKW Zählung bis zur Fertigstellung von Winden warten muss. Ihre Frage ob man Blumenkübel zur Temporeduzierung aufstellen kann wurde verneint.

Herr Rapp merkt zum Thema LKW Durchgangsverkehr an, dass es bereits ein Verbotschild für LKW am Ortseingang gegeben hat. Dieses wurde jedoch vom LBM …ohne Beschluß… wieder entfernt! Weshalb es nun ..eines Beschlusses.. bedarf, dieses wieder aufzustellen ist nicht nachvollziehbar.

Eine Anwohnerin fordert weitere Parkbuchten vom Kreisel bis zur Galerie Hott einzurichten. Die jetzige Situation lädt zum schnellen fahren ein.

Herr Poß bietet an die Anlegung von weiteren Parkbuchten zur Geschwindigkeitsreduzierung (inbesondere von ARAL bis Armin Hott) zu prüfen. Herr Schönlaub wird dazu mit den Herren Ewinger und Vedder in Kontakt treten. Des weiteren wolle man bauliche Einrichtungen an besonders gefährdeten Gehwegstellen überlegen und bewerten.

Herr Tielebörger wird beim LBM für die Zeit nach den Herbstferien die LKW Zählung beantragen, nimmt dies aber zuvor noch auf die Tagesordnung des Bauausschusses. Mit der Zählung soll ein Gutachter beauftragt werden und auch Lärmmessungen einbeziehen. Die Fortführung der Umgehung „Ortsrandstrasse“ DBK/Opel Tretter soll im kommenden Jahr weitergeführt werden. Leider fehlen noch 7 Millionen für die Bahnunterführung (Gemeindeanteil 2 Millionen). Er erhoffe sich dadurch ebenfalls eine Verbesserung der Verkehrsituation.

Herr Caspari führt aus, dass er nicht länger als 1 Stunde arbeiten kann und es gesundheitsschädlich sei, was da passiert. Er bittet um Antworten was man tun kann um die Geschwindigkeit zu reduzieren und ob man nicht doch auch sog. Blitzer aufstellen können. Nach Aussage von Herrn Schönlaub und Herr Poß (wie bereits oben dargestellt) sind Blitzer in RP nicht gewünscht, im übrigen sei die Messung und Ahndung Angelegenheit der Polizei.

Herr Ewinger geht auf die Situation in Baden-Württemberg und dortige zahlreiche Beispiele für Tempo 30 Regionen auf Bundesstraßen ein. Herr Schönlaub reagiert insoweit, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen würden. Aufgeklärt wurde dieser Vergleich dann nicht mehr, dass bleibt künftiger Kommunikation vorbehalten. Die Herrn Tielebörger und Poß sagten zu, sich für die Interessen und das Gemeinwohl der Anwohner zu engagieren. Hingegen ein klares Bekenntnis zur Forderung nach Tempo 30 auf Bundesstraßen auch seitens der Kommune – ähnlich anderer Gemeinden aus der Region – bis dato aber noch aussteht.

 

Herr Schönlaub berichtet von verschiedenen, kürzlich erst durchgeführte Messungen.

U.a. gab es eine Messung der Polizei in der Rheinstr. die am xx.08.11 von 24h – 01h, mit dem Ergebnis nur einer Geschwindigkeitsübertretung (69Km/h) durchgeführt wurde. Hier die Anmerkung der Anwesenden: …viel zu kurzer Zeitraum und Zeitpunkt.

Von der Verwaltung wurden Messungen mit „verdeckten“ Aufzeichnungsgeräten ebenfalls durchgeführt, jedoch für nur sehr kurze Zeiträume. Mit dem Ergebnis, dass es fast keine V-Überschreitungen gab.Dies wurde von den anwesenden Anwohnern erheblich in Frage gestellt, da es in der Realität doch sehr viel kritischer gesehen wird und auch so vorkommt.

 

Neben den zeitnahen und raschen Schritten, wie Messungen, Parkbuchten, bauliche Einrichtungen, Gutachten LKW inkl. Lärmmessung mit dem Ziel eines LKW Anliefer(-anlieger)verkehrsregelung wird das Grundsatzthema auch im Stadtrat auf die Tagesordnung genommen. Spätestens im Dezember wolle man sich in ähnlicher Weise mit der Initiative/Anwohnern bei einem weiteren Termin persönlich austauschen.

Initiative Kandel 30                      17.08.2011                                                                 

 Sehr geehrter Anwohnerinnen und Anwohner

der Rheinstraße

 

die Initiatoren der Initiative „Kandel 30“ haben als eines der Ergebnisse der Anwohnersprechstunde vom 21.07.2011 (wir haben eingeladen) Herrn Bürgermeister Tielebörger angeschrieben und um einen Gesprächstermin gebeten.

Dieser findet nun am Montag, 22.08.2011 im Ratssaal der Verbandsgemeinde in der Gartenstraße 8 statt. Beginn ist um 18:00. Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen nach Möglichkeit mit uns am Termin teil. Neben Herrn Bürgermeister Tielebörger werden auch die beiden in der Rheinstraße wohnenden Beigeordneten Frau Lind und Herr Rapp anwesend sein.

 

Ab sofort ist auch die Homepage http://kandel30.jimdo.com da. Über diese werden wir künftig informieren.

 

 

Für die Initiative „Kandel 30“

 

Christoph König, Hans Heinecke, Egbert Klöffer, Günter Ewinger, Patrick Günther und Christian Vedder

Initiative Kandel 30                                                                                         24.07.2011

 

 

 

 

Herrn

Stadtbürgermeister

Günther Tielebörger

Bismarckstraße 15

76870 Kandel

 

 

 

 

Sehr geehrter Herr Tielebörger,

 

bereits am 20.08.2008 erhielten Sie ein Schreiben einiger Anlieger aus der Rheinstraße zur Verkehrsituation in derselben. Leider hat sich bis zum heutigen Tage keine nachhaltige Verbesserung eingestellt. Auf der anderen Seite lassen aber bundesweite Ansätze und Initiativen zunehmend die Tendenz zu einer Reduzierung der innerörtlichen Geschwindigkeit hin zu 30 km/h erkennen. Ein hervorragendes Beispiel im Sinne der Lebensqualität und Abkehr von der Maxime „Freiheit dem Durchgangsverkehr“ hat uns allen in den letzten Monaten Bad Bergzabern abgeliefert. Zahlreiche Kommune aus der Nachbarschaft wollen nachziehen, meist sind es die Stadträte und/oder Bürgermeister, welche sich sogar dafür interessieren und stark machen.

 

Anlässlich einer Anwohnerinformation in der Rheinstraße haben 63 Haushalte Ihren schriftlichen Willen zur Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und Sperrung für den LKW Verkehr zum Ausdruck gebracht. Das entsprechende Schreiben finden Sie als Anlage beigefügt. In Folge dessen kam es zu einem Gespräch unter Führung von Herrn Verbandsbürgermeister Poß (Protokoll ist beigefügt). Nach dem Vorbild von Bad Bergzabern wünscht sich die Mehrheit der Anlieger in der Rheinstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h und die „Aussperrung“ des LKW Verkehrs. Nach Mitteilung des verantwortlichen Ministeriums in Mainz liegt die Anordnungshoheit hierfür bei der Verbandsgemeinde, hingegen die Stadt selbst zunächst einen entsprechenden Beschluss fassen muss.

 

Bei einer am 21.07.2011 abgehaltenen Sprechstunde für die Anlieger der Rheinstraße (siehe Rheinpfalz) kam es einstimmig zu der Entscheidung, den Stadtrat zu ersuchen die Thematik auf die Tagesordnung seiner nächstmöglichen Sitzung zu nehmen, aber auch parallel um ein gemeinsames Gespräch mit Ihnen als Stadtbürgermeister unter Beteiligung der Beigeordneten zu bitten.

 

Diese Bitte wollen wir mittels dieses Schreibens aussprechen und für ein gemeinsames, kreatives Handeln werben.

 

Über eine positive Reaktion und Ihre Terminvorschläge – vorzugsweise nach 17:30 – wären wir dankbar.

 

 

Für die Initiative „Kandel 30“ und mit freundlichem Gruß

 

 

 

 

 

Christoph König, Hans Heinecke, Egbert Klöffer, Günter Ewinger, Christian Vedder

Nachstehend finden Sie das vom 24.07.2011 an die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates Kandel gerichtete Schreiben. Für die Darstellung auf der Homepage haben wir es anonymisiert.

 

 

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,                                       

sehr geehrte Stadtratsmitglieder,

 

im Zuge einer Anwohnerinformation in der Rheinstraße haben 63 Haushalte Ihren schriftlichen Willen zur Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und Sperrung für den LKW Verkehr zum Ausdruck gebracht. Das entsprechende Schreiben finden Sie als Anlage beigefügt. In Folge dessen kam es zu einem Gespräch unter Führung von Herrn Verbandsbürgermeister Poß (Protokoll ist beigefügt). Nach dem Vorbild von Bad Bergzabern wünscht sich die Mehrheit der Anlieger in der Rheinstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h und die „Aussperrung“ des LKW Verkehrs. Nach Mitteilung des verantwortlichen Ministeriums in Mainz liegt die Anordnungshoheit hierfür bei der Verbandsgemeinde, hingegen die Stadt selbst zunächst einen entsprechenden Beschluss fassen muss.

 

Bei einer am 21.07.2011 abgehaltenen Sprechstunde für die Anlieger der Rheinstraße (siehe Rheinpfalz) kam es einstimmig zu der Entscheidung, die Stadtratsmitglieder zu ersuchen um die Thematik auf die Tagesordnung Ihrer nächstmöglichen Sitzung zu nehmen.

 

Diese Bitte wollen wir mit diesem an Sie gerichteten Schreiben zum Ausdruck bringen und gleichzeitig um eine persönliche Unterredung nachfragen.

 

Zeitgleich mit diesem Schreiben, wird auch Herrn Stadtbürgermeister Tielebörger ein solches, mit der Anfrage zu einem Gesprächstermin unter Beteiligung der Beigeordneten erreichen.

 

Für Ihre Unterstützung im Sinne der Gesundheit, dem Recht auf Lärmschutz, Schonung des Eigentums, Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu Fuß, Fahrrad, Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen... bedanken wir uns.

 

Für die Initiative „Kandel 30“ und mit freundlichem Gruß

Briefwurfsendung

An alle Anwohner in der Rheinstraße

 

Geschwindigkeitsbeschränkung in der Rheinstraße auf 30 km/h und Sperrung für den LKW Verkehr.

 

Die Rheinstraße B 427 gehört zu den am stärksten befahrenen Straßen in Kandel, aber im Unterschied zu der Saarstraße, ermöglicht es die Straßenbreite trotz Parkbuchten schnell zu fahren ja sogar zu rasen. Können Sie sich noch an Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere in den Nachtstunden erinnern?, wir nicht..

 

In anderen Städten und Gemeinden hier in der Südpfalz hat man schon 30er Zonen   eingeführt bzw. werden diskutiert und Anträge in den Gemeinde- / Stadträten eingebracht (Lingenfeld, Westheim, Hagenbach etc.).denn inzwischen haben Wissenschaft und Politik erkannt, dass Lärm krank macht.

Nachdem wir uns im Jahr 2010 an die Verbandsgemeinde gewendet hatten, wurde eine Verkehrsschau mit Vertretern des Rathauses, der Polizei und dem Landesbetrieb Mobilität durchgeführt. Fazit der Verkehrsschau war: bringt nichts – es wird nur zu einem geringen Prozentsatz zu schnell gefahren – ist nur freiwillig möglich und wird deshalb auch nicht beachtet - keine geeignete Beschilderung möglich.

 

Die Verwaltung zeigte Anfangs Entgegenkommen und installierte Messgeräte welche die Geschwindigkeiten und die KFZ Arten erfassen sollten um Aussagen zur Geschwindigkeit und Uhrzeit zu erhalten. Es wurde uns zugesagt, dass wir die ermittelten Daten erhalten und auswerten können. Dann stellte sich heraus, dass das Gerät defekt war und eine neue Messung gemacht werde. Anstatt der erhofften Daten bekamen wir von der Verwaltung die Nachricht, dass das Gerät defekt ist und eine Ersatzbeschaffung nicht vorgesehen ist, auch wurde über die RHEINPFALZ August 2010 mit einem kleinen Artikel mitgeteilt, “nach dem Motto: es sei ja sowieso alles in Ordnung, basta!

Wir in der Rheinstraße sagen: jetzt reichts, so geht es nicht weiter!  

Es kann nicht sein, dass überall 30 Zonen ausgewiesen werden und bei uns zu jeder Tages- und Nachtzeit durchgerast werden kann. Haben die Auswertungen der „defekten Messanlage“

etwa ergeben, dass die Aussagen der Betroffenen stimmen? Fest steht, dass Stadt und Verwaltung das Problem ganz einfach ignorieren und sich hinter den Aussagen der anderen Behörden verstecken, ganz nach dem: Motto wir würden ja gerne aber es geht leider nicht.

 

Dem widersprechen wir: denn es bedarf der Abkehr von Allgemeinaussagen und bloßen Verweisen auf Bundesstraßenargumente. Die Kommune ist gefordert es zu ihrem Thema zu machen. Es geht schließlich nicht um Einzelinteressen, sondern um die Anwohner in der gesamten Rheinstraße. Die wissenschaftlichen Diskussionen und Ergebnisse zu Lärm und dessen Folgen, sprechen für unsere Forderung.

 

Es geht wirklich nicht mehr so weiter, wir fordern dass etwas getan werden muss und die Geschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt wird.

Das die Ortsdurchfahrt Kandel für LKW gesperrt wird und nur noch der Anliegerverkehr möglich ist.

Die Ortsrandstraße, welche zur Entlastung der Rheinstraße und zum Anschluss an DBK, zum Teil gebaut wurde, wird entgegen vollmundiger Versprechungen infolge der fehlenden Finanzmittel in absehbarer Zeit wohl nicht gebaut werden.

Die Verkehrsbelastung in der Rheinstraße liegt nach Zählung bei ca. 9000 PKW und 150 LKW in 24 Stunden und wird infolge der Zunahme des Verkehrs noch weiter steigen.

 

Das es auch anders geht, zeigen die Beispiele in anderen Städten und Gemeinden, z.B. in Bellheim (30 km/h), in Pfinztal-Berghausen (bei Karlsruhe 30 km/h auf Bundesstraße), die Stadt Freiburg (Hauptverkehrsstraße mit Bundesstraßencharakter 30 km/h), Karlsruhe (teile der Kriegsstraße von der Südtangente abgehend 30 km/h), diese Aufzählung lässt sich beliebig erweitern denn im Unterschied zu Kandel hat man erkannt, dass etwas getan werden muss. Dass der Lärm und der immer mehr zunehmende Verkehr, zu einer Gefahr für unsere Gesundheit und unsere Sicherheit geworden ist und nicht mehr toleriert werden darf.

 

Nachdem wir immer mehr Beispiele aufzählten, wie in anderen Städten und Gemeinden auf die berechtigten Belange der Anwohner eingegangen wurde, gehen der Verwaltung in Kandel langsam die Argumente aus warum es in der Rheinstraße nicht möglich ist und nicht funktionieren soll. In Bad Bergzabern schreibt man nun seit Ende März 2011 Geschichte. Die Verbandsgemeinde hat für einen Abschnitt der Bundesstraße 427 Tempo 30 beschlossen. Im Zuge einer Änderung der Rechtsauffassung – laut eines Schreibens von Verkehrsminister Herrn Hering an den Bundestagsabgeordneten Herrn Gebhart (Quelle Die Rheinpfalz vom 09.04.2011) - sei maßgeblich die Verbandsgemeinde zuständig. Seither findet man häufig Berichte über Kommunen in unserer Nachbarschaft, welche sich auch Tempo 30 wünschen. Die Menschen haben sozusagen GENUG VOM LÄRM und den BELASTUNGEN.

 

Wegen dieser Entwicklung haben wir mit Herrn Verbandsbürgermeister Poß dieser Tage erneut Kontakt aufgenommen. Herr Poß sagte eine Bewertung und Beantwortung zu. Dafür sind wir ihm dankbar. Dennoch bzw. gerade deshalb lesen Sie bitte weiter:

 

Ende November 2010 kam es in den Nachtstunden zu einem Verkehrsunfall in der Rheinstraße, nach Aussagen der Polizei soll das Fahrzeug mit ca.100 km/h gefahren sein.

Jeder in der Rheinstraße weiß, dass dies kein Einzelfall ist sondern der ganz normale Wahnsinn, welcher sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sich vor unserer Haustür abspielt.

 

Wie lange sollen wir uns das noch bieten lassen? Sind wir etwa Menschen zweiter Klasse nur weil wir an einer Bundesstraße wohnen? Muss es erst zu einem Unfall mit Todesfolge kommen bis etwas geschieht und wer ersetzt die Schäden an unseren Häusern in Folge des LKW Jumping über die Bodenwellen und Löcher der Straße

Machen Sie mit, unterstützen Sie das Anliegen und tragen sich nachstehend ein. Den Zettel bitte abtrennen und bis 30. April 2011 in den Briefkasten von Christoph König Rheinstraße 24 oder Egbert Klöffer Rheinstraße 83 oder Günter Ewinger Rheinstraße 85 oder Christian Vedder Rheinstraße 69 einwerfen (wir stehen neben anderen auch für die Absender dieser Initiative).

Wir werden uns mit unseren und Ihren Namen an Herrn Verbandsbürgermeister Poß wie auch die Fraktionsvorsitzenden der Parteien wenden, damit endlich etwas passiert.

 

------------------------------------------------------------------------------------------------hier abtrennen

 

 

Kandel 30

 

Ich wünsche mir für die Rheinstraße die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h.

 

Datum                          Name                                                   Rheinstraße Nr.

 

 

An alle Anwohner in der Rheinstraße

 

Geschwindigkeitsbeschränkung in der Rheinstraße auf 30 km/h und Sperrung für den LKW Verkehr.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir hatten Ihnen im April ein Schreiben an alle Anwohner der Rheinstraße zukommen lassen. Vielen Dank für die enorme Unterstützung unseres gemeinsamen Anliegens. Über 63 Haushalte haben unterschrieben.

 

Was hat sich seither getan:

 

Am 17. Mai 2011 kam es bei Herrn Verbandsbürgermeister Poß zu einem Gespräch. Das Gesprächsprotokoll ist diesem Schreiben beigefügt. Protokolliert hat die Verbandsgemeinde.

 

Das wenig erfreuliche Ergebnis lautet im Kern, dass wir zu wenige Unfälle haben und dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung nicht in Betracht kommt.

Die Rheinstrasse sei eine sichere Strasse mit breiten Gehwegen und keinerlei Gefahrenpotential vorhanden, um die Geschwindigkeit zu beschränken.

Vergleiche mit Bad Bergzabern (Bundesstraße), Bellheim und Jockgrim (jeweils Landesstraßen) sind nicht statthaft. Zuständig für die Anordnung u.a. einer 30er Beschränkung ist die Verbandsgemeinde. Sie muss sich mit dem Landesbetrieb Mobilität und der Polizei abstimmen (man sagt auch das Benehmen herstellen).

 

 

Wir wollen es daher einfach mal auf den Punkt bringen.

Die Verbandsgemeindeverwaltung wie auch der Landesbetrieb für Mobilität Speyer

verbarrikadierte sich hinter dem Gesetz des Bundesverkehrsministeriums, dass auf Bundesstrassen Innerorts 50km/h zu fahren sei, um den Verkehr fließen zu lassen.

 

 

In Bad Bergzabern wurde eine Beschränkung auf 30 km/h bereits durchgesetzt.

Insbesondere der Landesbetrieb für Mobilität Speyer, aber auch die Polizei betrachten die Gesamtsituation im Land und wollen alles unternehmen um die Ausnahmefälle wie z.B. in Bad Bergzabern (welche ein Glück hat der Bad Bergzaberner doch nur mit seiner Verbandsverwaltung) möglichst klein zu halten und nach Möglichkeit verhindern.

 

Der Verkehr hat Vorrang und die Mautpreller werden hingenommen. Da verliert der Vertreter des Landesbetriebs für Mobilität Speyer die Contenance und verblüfft mit der Aussage „Sie mit Ihren ganzen Zeitungsartikel zu den 30e r Zonen – das wird alles nichts“. ..So wie es aussieht, werden auch wir damit … „lästig“…

 

Die Hinweise was im Nachbarbundesland Baden-Württemberg hinsichtlich 30er Zonen auf Bundesstraßen unternommen wird, löst nur die Bemerkung der Anwesenden Vertreter der öffentlichen Hand aus „Anderes Bundesland“. Komisch nur ist, dass Regelungen für Bundesstraße doch für alle gleich gelten sollten und nicht am Rhein die Verantwortung von Berlin endet!

 

Was kann nun getan werden?

Wenn Sie wollen, dann sprechen Sie die Ihnen bekannten Vertreter des Verbandsgemeinderates und auch des Stadtrates an. Deren Fraktionsvorsitzenden werden von den Aktivisten „Kandel 30“ in den nächsten Tagen angeschrieben.

 

Wichtig wäre, dass die Stadt, aber auch die Verbandsgemeinde sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Bundesstraße aussprechen.

Fataler Weise erklären dass die Verbandsgemeinde aber auch die Stadt bisher von sich aus nicht. Dabei würde das keinem weh tun, die umliegenden Gemeinden beweisen das.

Bisher ist in dieser Richtung von beiden Seiten keine Motivation zu erkennen,

sich dieser Sache mit Macht anzunehmen.

Wäre es nicht sogar ihre Aufgabe, in der Stadt/ Gemeinde in der wir leben.

Was ist daran schlimm, wenn sich auch die Organe der Stadt/Gemeinde in der wir leben, sich für ein besseres Wohnen und Leben einsetzen, den Lärm zu senken und das Eigentum, z.B. Schäden an Gebäuden, zu verhindern bzw. zu minimieren.

 

 

Was haben wir bisher getan?

Mögliche Kontakte zu den regionalen Landes- und Bundestagsabgeordneten sondiert.

In einem konkreten Fall kam es bereits zu einem Gespräch und angekündigter Unterstützung!

 

Dass wir mit unserem gemeinsamen Anliegen nicht alleine sind zeigen die inzwischen, mit steter Regelmäßigkeit, erscheinenden Artikel und Leserbriefe zum Thema 30er Zonen in der Lokalpresse der RHEINPFALZ.

Im Anhang eine kleine Auswahl..u.a. der aktuelle Artikel zum Thema Verkehrsanbindung

Baugebiet K2, Hubstr., Wasgaustr. !! vom 11.07.2011, aber auch ein Artikel zu Tempo 30 für ganz München.

 

Weitere Schritte bzw. Vorgehensweise

Wir möchten gerne mit Ihnen gemeinsam die weitere Vorgehensweise abstimmen. Dazu treffen wir uns am Donnerstag, 21. Juli 2011 um 19:30 in der Kneipe Max & Moritz (Rheinstraße 65). Über Ihr Kommen oder bei Verhinderung auch sonstige Äußerungen freuen sich Christian Vedder, Christoph König, Günter Ewinger, Egbert Klöffer und Hans Heinecke

 

 

Kandel um den 14.07.2011

Flash-Galerien / Diashow

Pressemeldung Podiumsdiskussion 22.01.20
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Zwischenergebnisse zum Pilotversuch Tempo 30. Erstellt durch Frau Prof. Dr. Kerstin Giering.
work in progress!
13_12_LAP_Kandel_Tempo 30_07052014.pdf
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Lärmmessung 20./21. Mai 2013
Messung1 Mo-Di20-21.05_Schallp_Äqui_Vert
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Lärmmessung 21./22. Mai 2013
Messung2 Di-Mi 21-22.05_Schallp_Äqui_Ver
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Lärmmessung 22./23. Mai 2013
Messung3 Mi-Do 22-23.05_Schallp_Äqui_Ver
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Lärmmessung 23./24. Mai 2013
Messung4 Do-Fr. 23-24.05_Schallp_Äqui_Ve
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Lärmmessung 24./25. Mai 2013
Messung5 Fr-Sa. 24-25.05_Schallp_Äqui_Ve
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