Lärm- und Klimaschutz durch Tempo 30:Stärkung der Entscheidungskompetenzen der Kommunen

Gutachten März 2016
Das Umweltbundesamt hat ein Gutachten (hier die Kurzfassung) in Auftrag gegeben, das Empfehlungen für geeignete Änderungen von Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, Erlassen und Richtlinien entwickelt, um Hindernisse zu beseitigen, denen sich Kommunen bei der Durchsetzung von Tempo 30 derzeit gegenübergestellt sehen. Hintergrund ist, dass sich in Deutschland drei von vier Menschen durch Lärm gestört oder belästigt fühlen
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Schutz vor Straßenlärm - neue Handreichung aus dem Innenministerium

Endlich hat das Innenministerium reagiert. MIt tatkräftiger Begleitung durch das Umweltministerium hat man sich durchgerungen und eine aktualisierte Handreichung zur Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen im Sinne von Lärmschutz ausformuliert. Diese ist unserer Sicht noch verbesserungsdürftig. Die beim Termin am 22.01.2016 in Kandel anwesenden Staatssekretäre hatten u.a. zugesagt, dass die Lärmwerte der 16. Verordnung zum BlmSchG unmittelbar anzuwenden. Die Beamten aus dem Ministerium haben dies aber äußerst zurückhaltend und verklausuliert in der Handreichung, gar teils herausformuliert. Die Handreichung inklusive Ablaufdiagramm (was wer wann tut) steht nachstehend zum Download bereit.

Handreichung vom 03.02.106
HandreichungLaermschutz_03022106Internet
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Ablaufdiagramm
Verkehrsbehoerdliche_Anordnung_Tempo_30_
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Einladung zur Podiumsdiskussion am 22.1.2016, 18 Uhr, Stadthalle Kandel

Mehr als 20 Bürgerinitiativen aus der Südpfalz haben sich im vergangenen Jahr zum „Netzwerk Tempo 30 Pfalz – Verkehrslärm und Sicherheit“ zusammengeschlossen. Das Ziel des Netzwerks ist die Verbesserung der Lebensqualität an stark befahrenen Durchgangsstraßen. Hierzu wird die aktuell geltende Sach- und Gesetzeslage durch Vernetzung und Austausch mit Experten gesammelt und den Entscheidern in Politik und Verwaltung zur Verfügung gestellt. Bei mehreren Runden Tischen und Ausschusssitzungen mit Landesministerien in Mainz, Demonstrationen, SWR-Filmbeiträgen sowie der Veranstaltung „Netzwerk meets Politik“ konnten bereits zahlreiche Fakten diskutiert und erste Erfolge zur Linderung des teilweise unerträglichen und nachweislich gesundheitsschädigenden Verkehrslärms sowie der Unfallgefahren durch unangemessene Geschwindigkeiten erzielt werden.

Wir freuen uns, die interessierte Bevölkerung am Freitag, den 22. Januar 2016, um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in die Stadthalle Kandel einladen zu können. Die Landesregierung wird durch Herrn Staatssekretär Günter Kern (Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur) und Herrn Staatssekretär Dr. Thomas Griese (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten) vertreten. Der bundesweit renommierte Fachanwalt Herr Wolfram Sedlak aus Köln wird u.a. zu den Themen Tempo 30 und Tempoüberwachung referieren. Der Bundestag wird durch Herrn Dr. Thomas Gebhart und Herrn Dr. Tobias Lindner vertreten, der Landtag durch Frau Jutta Blatzheim-Roegler, Frau Barbara Schleicher-Rothmund und Herr Martin Brandl. Des Weiteren haben zahlreiche Politiker und Mitarbeiter der Verwaltungen der Kreise und Kommunen ihre Teilnahme zugesagt. Nutzen Sie durch Ihre Teilnahme die Gelegenheit zum sachlichen Austausch fundierter Informationen und erfahren Sie die Möglichkeiten zur Temporeduzierung aus erster Hand. Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Netzwerks
www.netzwerk-tempo30-pfalz.de

Pfälzer kämpfen gemeinsam für Tempo 30 Zonen

Beitrag vom 06.08.2015 um 20:15 auf SWR Rheinland-Pfalz.

Näheres siehe hier auf der Homepage des SWR .

Das "Netzwerk Tempo 30 Pfalz - Initiative Verkehrslärm & Sicherheit“ ist ein Zusammenschluss von mehreren Bürgerinitiativen (BI) aus der ganzen Südpfalzregion, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, durch Vernetzung von Wissen und großem Informationsaustausch, Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität von Lärm- und Verkehrsgeschädigten Anwohnern an stark befahrenen Durchgangsstraßen auf den Weg zu bringen. Hier geht es zur Homepage

Ab 01. Februar 2015 gilt zwischen 22:00 und 6:00 für die Rheinstraße in Kandel Tempo 30.

Mit Ablauf des 31.01.2015 endet der Pilotversuch für Tempo 30 in der Rheinstraße von Kandel. Das gutachterliche Ergebnis wurde von den verantwortlichen Behördenvertretern nach eigenem Ermessen bewertet. Ergebnis ist die Einführung von Tempo 30 aus Gründen des Lärmschutzes ab 01.02.2015, jedoch nur von 22:00 bis 6:00. Dies ist ein Teilerfolg für die Anwohner der Rheinstraße aber im Endergebnis unbefriedigend. Nur ganz langsam setzt auch in Rheinland-Pfalz ein Umdenken ein. da ist Baden-Württemberg in der Anwendung des für alle geltenden Bundesgesetzes - der Straßenverkehrsordnung - viel weiter! Wir haben also noch einen weiteren Weg vor uns, dabei gilt es insbesondere die Haltung des LBM grundlegend zu reformieren.

Filmbeitrag im SWR, Sendung "Zur Sache" am 05.02.2015

Immer öfter Tempo 30 auf Durchgangsstraßen, so lautete der Titel für den Filmbeitrag am 05.02.2015 rund um die Recherchen zu Tempo 30 in Rheinland-Pfalz. Für weitere Inhalte zum Thema und ein Voting folge dem Link.

 

 

Pilotprojekt Kandel - Vorstellung erster Ergebnisse durch am 07.05.2014 - Prof. Dr. Kerstin Giering
Am 07. Mai 2014 wurde u.a. die BI durch Frau Prof. Dr. Kerstin Giering von ersten Zwischenergebnissen des Tempo 30 Pilotversuches informiert. Die Ergebnisse sind als sogenannter "work in progress" als Zwischenstand zu betrachten.
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Erläuterung aus Sicht der BI zu Seite 18 des Zwischenberichtes:

 

Zum Pilotversuch gehören auch die Fragebögen die an alle Anwohner in der Rheinstraße verteilt wurden und anschließend ausgewertet wurden.

 

Bei der Vorstellung der Fragebögen, überraschte die Vorstellung vom Fragebogenbogen Seite 18 mit dem Titel „Zufriedenheit mit Wohngegend“, da über 54 % der Befragten diese Frage mit „ziemlich“ bewerteten und sogar 25 % mit „sehr“. Die Aussage dieses Fragebogens steht im Widerspruch zu den Aussagen über die Lärmbelästigungen in der Rheinstraße und waren im Ergebnis überraschend, denn die nachfolgenden Fragebögen zeigen eine stärkere Beeinträchtigung bei der „Lärmbelästigung alle Quellen“ und „Lärmbelästigung Straße“.Diese Fragebögen bilden die Werte, wie sie in der Rheinstraße zu erwarten waren, besser ab als der Fragebogen 18 und sind im Ergebnis realistischer zu betrachten.

 

Die Erklärung über die Abweichung beim Bogen 18, dürfte darin begründet sein, dass die Befragten, die Frage mit „Zufriedenheit mit Wohngegend“, nicht auf die Situation in der Rheinstraße bezogen, sondern auf die Stadt Kandel und deren Wohnwert.

SWR 4 Radiobeitrag
Am 15.03.2014 strahlte der Radiosender SWR 4 einen Beitrag zum Pilotstart Tempo 30 aus.
Tempo30.mp3
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v.l.n.r. Holger Weimer, Bernd Heib, Andrea Häkel, Hans Heinecke, Herbert Veth, Christian Vedder, Günter Ewinger, Karlheinz Jung, Christoph König
v.l.n.r. Holger Weimer, Bernd Heib, Andrea Häkel, Hans Heinecke, Herbert Veth, Christian Vedder, Günter Ewinger, Karlheinz Jung, Christoph König

 

Kandeler Aktionsplan zur Lärmsanierung

unterstützt BI-Forderung nach Tempo 30

 

Der von Frau Prof. Giering (Universität Trier) Ende November 2013 im Stadtentwicklungs-Ausschuss von Kandel vorgestellte Aktionsplan zur Lärmsanierung sieht in Tempo 30 eine geeignete Maßnahme zur Senkung der über den gesetzlichen Grenzwerten liegenden Lärmpegel. Eine Sanierung ist gefordert bei Lärmpegeln ab 70 dB(A) am Tag und 60 dB(A) in der Nacht.

 

Derart hohe und gesundheitsschädliche Lärmpegel liegen vor allem in der Rhein- und Bahnhofstraße vor. Die Lärmkartierung mündete in einer farblich abgestuften Isophonenkarte mit einem kräftigen Rot (>65 dB(A)) entlang der beiden Kandeler Hauptverkehrsstraßen. Mit wachsender Entfernung von der Lärmquelle wandelte sich die Farbe dann zu Gelb (<65 dB(A)) und erreichte erst in den angrenzenden Parallelstraßen die Farbe grün. Aber auch bei 65/55 dB(A) sind die Tag-/Nacht-Grenzwerte noch immer höher als es das Bundes-Immissions-Schutzgesetz zulässt. Die Hotspots des Lärmgürtels liegen im Kreuzungs-Bereich der Rheinstraße mit der Bahnhofstraße und reichen von Kandels Hauptkreuzung aus noch mehr als hundert Meter weit in beide Straßen hinein. Eine Betroffenheits-Analyse zeigte, dass im roten Bereich beider Straßen ganztägig über 220 Menschen einem stark überhöhten Lärm ausgesetzt sind und im gelben Bereich weitere 980 Menschen einen immer noch zu hohen Verkehrslärm ertragen müssen. Insgesamt sind rund 1.200 Menschen in Kandel durch den Verkehrslärm Tag für Tag in ihrer Gesundheit gefährdet.

 

Aus dem Katalog der möglichen Maßnahmen für eine nachhaltige Lärmsanierung stellte Frau Prof. Giering drei Maßnahmen als besonders erfolgversprechend heraus. Mit Tempo 30 könnte der Verkehrslärm um etwa 2,4 dB(A) vermindert werden. Dies würde die Lärmpegel im roten Bereich für rund 75 Menschen (-35%) und für weitere 230 Menschen im gelben Bereich (-25%) erträglicher machen. 305 der 1.200 Anwohner oder 25% aller Lärmgeschädigten hätten somit von Tempo 30 einen unmittelbaren Nutzen. Mit neuen lärmoptimierten Straßenbelägen ließen sich die Lärmpegel noch einmal um etwa 4 bis 5 dB(A) senken. Der LoA-Straßenbelag bewirkt, dass die Lärmspitzen über 70/65 dB(A) für weitere 200 Anwohner komplett verschwinden werden. Insgesamt sinken die Lärmpegel dann auch im Hotspot-Bereich der Rhein- und Bahnhofstraße auf ein Maß, das nur noch als Belästigung einzustufen ist. Als dritte Maßnahme schlägt Frau Prof. Giering eine Neugestaltung des Straßenraums vor, indem beispielsweise Parkbuchten abschnittsweise immer nur auf einer Straßenseite angelegt werden und dadurch ein etwas ruhigerer, aber gleichmäßig fließender Verkehr erreicht wird.

 

Die Zukunft wird zeigen, ob die Kombination von Tempo 30, neuen Lärmschutzfenstern, lärmoptimierten Straßenbelägen und eine verbesserte Straßenraum-Gestaltung dazu beitragen, die Lärm-Indikatoren tatsächlich unter die gesetzlichen Grenzwerte von 70/60 dB(A) abzusenken. Mehr als 1.200 Anwohner der Rhein- und Bahnhofstraße würden sich darüber freuen.

 

 

Rücksicht und Chancengleichheit

Städte und Gemeinden, die sich für den wachsenden Anteil an Senioren rüsten müssen, sind vielfach schon längst auf dem Weg zur Entschleunigung des Straßenverkehrs mit einem langsameren Tempo.

 

Beliebte Frage in Fahrschulen: „ Ich bin mit 30 km/h unterwegs, und knapp 14 Meter vor meinem Auto betritt jemand die Straße - ich muss sofort bremsen!  Wie schnell bin ich noch, wenn ich an der Stelle ankomme? Und wo bin ich, wenn ich mit Tempo 50 bremsen muss?“

Die Antwort verblüfft viele:
- Wer Tempo 30 fährt, steht nach 13,3 Metern. Es passiert nichts.
- Wer Tempo 50 fährt, hat mit dem Bremsen noch gar nicht angefangen! Er überrollt den Menschen ungebremst.

Mindestens eine Sekunde dauert die Reaktionszeit des menschlichen Hirns, und in dieser Sekunde fährt man bei Tempo 50 die entscheidenden Meter zuviel! Erst nach etwa 28 Metern kommt man zum Stehen. Oft dauert die Reaktionszeit noch deutlich länger: etwa bei ungünstigen Sichtverhältnissen, bei Müdigkeit, vor allem aber durch das ganz normale Älterwerden. Deshalb ist Tempo 30 als zukünftige Regelgeschwindigkeit ein Muss, vor allem in einer Gesellschaft, in der der Anteil an Älteren schnell zunimmt.


Für Deutschland geht man zum Beispiel davon aus, dass es im Jahr 2060 fast so viele 80-Jährige (und Ältere) wie 20-Jährige (und Jüngere) geben wird. Gleichzeitig bleiben alte Menschen mobil, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn oder indem sie selber mit ihrem Auto unterwegs sind

.

Anteil von Menschen ab 65 in vier verschiedenen EU-Ländern:

Land

2010

2020

2030

Irland

11%

13%

16%

Polen

14%

18%

23%

Frankreich

17%

20%

23%

Deutschland

21%

22%

29%

Quelle: destatis.de

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Tempo 30 in Europa auf dem Vormarsch
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Neuestes

Start des Pilotversuches "Tempo30 in der Rheinstraße von Kandel" am 1. März 2014!

Die Initiatoren von KandelTempo30 haben ein Bankkonto zugunsten der Aktivitäten und Handlungen zur Umsetzung von Tempo 30 in der Rheinstraße von Kandel eingerichtet. Das Konto wird auf den Namen von Hans Heinecke bei der Sparkasse Germersheim-Kandel geführt. Die Kontonummer lautet 1000490217. Die Bankleitzahl ist die 54851440.

Fachwerkhaus trifft LKW´s - wo bleibt der Denkmalschutz
Ein Leserbrief von Holger Weimer aus Kandel
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Anwohnerinformationsschreiben im Juli 2013
Wir informierten Ende Juli 2013 per Briefwurfsendung alle Anwohner auf den Ortsdurchfahrten von Kandel über Tempo 30 und Hintergrundinformationen.
AnwohneriInfoJuli2013.pdf
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Pressemeldung von Sozialminister Alexander Schweitzer
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Presseerklärung Frau Blatzheim-Roegler
Presseerklärung Frau Blatzheim-Roegler.p
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Wasser trifft Bewohner und Häuser - miserabler Straßenzustand und gedankenlose Autofahrer
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Sonnentag
Endlich Sommer, aber welch trauriger Straßenzustand in der Rheinstraße von Kandel!
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Regentag
Ein Regentag in der Rheinstraße von Kandel. Fotos sagen mehr als Worte.
Ein Regentag in Kandel.pdf
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Tempo 30 Modellversuch in Mainz!

Tempo 30 in den Innenstädten? Das soll vor allem für weniger Lärmbelastung der Anwohner sorgen. Das Land Rheinland-Pfalz startet jetzt ein Pilotprojekt, in dem die Wirksamkeit solcher Maßnahmen getestet wird. Eine der Mainzer Hauptverkehrsstraßen dient als Versuchsfläche.

Fast 40.000 Autos nutzen die Rheinstraße täglich: Sie ist eine der Hauptverkehrsadern in Mainz. Ab diesem Sommer soll auf einer 800 Meter langen Strecke vom Rathaus bis zum Hyatt-Hotel Tempo 30 gelten - zumindest nachts zwischen 22:00 und 6:00 Uhr.

Die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder von den Grünen begründet die Einführung der 30er-Zone: "Es wird geschaut, wie sich Verkehrslärm reduziert, wenn man Geschwindigkeiten reduziert. Es gibt Städte, die das schon lange machen." In Berlin etwa habe man mit der nächtlichen Tempobegrenzung gute Erfahrung gemacht. Der Autolärm sei deutlich reduziert worden, sagte eine Sprecherin dem SWR. Das hätten Messungen sowie Umfragen bei den Anwohnern ergeben.

Das Land Rheinland-Pfalz hat das Pilotprojekt in Mainz nun auf den Weg gebracht und wird auch die Kosten von 20.000 Euro übernehmen. "Es wird im Vorfeld gemessen, wie laut nachts der Verkehrslärm bei Tempo 50 ist, dann wird neu beschildert für Tempo 30. Die Ampelsteuerung wird angepasst, und dann werden wir natürlich messen, wie sich der Lärm entwickelt", so Katrin Eder.

Bis zu 68 Dezibel beträgt die Lautstärke in der Mainzer Rheinstraße nachts. Das ist ungefähr vergleichbar mit jemandem, der schreit oder einem laufenden Rasenmäher. Etwas weniger Lärm wünschen sich viele Anwohner, aber der Sicherheitsaspekt sei auch nicht zu verachten: "Ich bin hier öfter abends und sehe wie - meistens junge Leute - mit 60 oder 70 Stundenkilometern durchfahren", sagt ein Passant. Er hoffe durch das Projekt auf bessere Kontrollen.

Ob aus dem Pilotprojekt eine Dauerlösung wird, steht noch nicht fest. Das müssten die Ergebnisse der Studie zeigen, sagt Katrin Eder: "Die Entscheidung, ob wir das Projekt fortsetzen, wird nach einem Jahr getroffen." Sollten die Ergebnisse ähnlich positiv sein wie in Berlin, dann könnten noch weitere Straßen dazukommen. Welche das wären, steht allerdings noch nicht fest.

Die Initiative führt mit dem anerkannten Lärmkoffer in der Pfingstwoche eigene Lärmmessungen durch. Nachstehend die Zusammenfassung. Nebenstehend die Einzelergebnisse.

Zusammenfassung Messergebnisse Mai 2013 mit Erläuterungen
Auf vielfachen Wunsch unserer interessierten Homepagebesucher, haben wir hier die Messergebnisse unserer 5 verschiedenen Messpunkte in der Rheinstrasse, zur besseren Übersicht zusammengefasst.
Zusammenfassung Messergebnisse Rheinstra
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Anwohnerinformation für die Rheinstraße zu Kandel per 08. Mai 2013

Flyer Tempo 30 Bundesstraße und mehr
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Stadt Kandel beauftragte im April Lärmberechnung für die Rheinstraße

Die Initiative Kandel30 führte im Dezember 2012 mit dem offiziellen Lärmmesskoffer des VCD über die Laufzeit von einer Woche an 7 Tagen über jeweils 24 Stunden eigene Lärmmessungen durch.  Das Ergebnis ist erschütternd. In den kommenden Wochen werden wir diese Messungen erneut vornehmen. Alle Ergebnisse werden zu passender Zeit veröffentlicht.

Pressebericht mit freundlicher Genehmigung von www.pfalz-express.de

Pfalzexpress.pdf
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Veranstaltung zu TEMPO 30 am 17. Januar 2013, 19.30 Uhr in der Stadthalle, Kandel

Vielen Dank für die knapp 90 Besucher der Veranstaltung. Das ist Ansporn für uns weiter zu machen.

 

Linktipp: http://www.tempo-30-in-unseren-staedten.de/

Tempo 30 auf Ortsdurchfahrten, auch auf Bundes- und Landstraßen so lautet das Motto der Informationsveranstaltung am 17. Januar 2012 um 19:30 in der Stadthalle von Kandel. Konkrete Inhalte dazu entnehmen Sie bitte nachstehendem Flyer.

Flyer Tempo 30 auf Ortsdurchfahrten - Veranstaltung 17. Januar 2013
FlyerBI Kandel Tempo 30.pdf
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Die Aktivisten kommen zurück auf die Bühne!
RP_Messungen wertlos_01-09-12_001.pdf
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Runder Tisch Kandel30 vom 19. November 2012

Wir haben zu einem Runden Tisch eingeladen. Hierzu wurden der Leiter des LBM Herr Ertel, der Landrat Dr. Brechtel und Verbandsbürgermeister Poß von uns angeschrieben. Es ging darum die Entscheidungsträger in einem sachlichen und für alle förderlichen Rahmen an einen Tisch zu bekommen. Rheinland-Pfalz und die Region Germersheim darf sich nicht länger "abhängen" lassen.

Ja so lautete unser Vorsatz. Was davon übrig blieb, lesen Sie selbst:

Nach Vorstellungsrunde und Austausch der Positionen endete der Termin nach ca. 90 Minuten ohne nennenswerte Erkenntnisse. Rechtsaufsicht (Landratsamt) und Landesbetrieb für Mobilität sehen keine Handhabung die Straßenverkehrsordnung i.S. einer Tempo 30 Zone für die Rheinstraße auszulegen. Falls mit einer Temporeduzierung eine Lärmminderung um 3 Dezibel erreichbar wäre, dann stünde einem Tempo 30 nichts im Wege. Herr Verbandsbürgermeister Poß sagte uns die Erstellung eines Lärmgutachtens zu.

Der geneigte Leser möge sich sein eigenes Bild der Behördenvertreter machen –

Frage an Herrn Ertel (Leiter LBM): Stellen Sie sich vor ein Kind kommt an der Rheinstraße zu Schaden? Antwort Herr Ertel „Verklagen Sie mich doch“.

Am Ende des Termins verlassen Landrat Dr. Brechtel und Herr Ertel den Raum ohne Handschlag oder Gruß gegenüber den Vertretern von Kandel30!

Fachtagung Tempo 30 vom 13.November 2012

Vier aus Kandel (Günter Ewinger, Herbert Veth, Hans Heinecke und Christian Vedder) unternehmen eine Reise nach Berlin:

Unser Ziel war die bundesweite Fachtagung „Tempo 30 – Chancen, Hindernisse, Erfahrungen" am 13. November 2012 in Berlin. Veranstalter war das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsring Lärm der DEGA e. V.

 

Wir haben jede Menge wichtige und interessante Informationen und Unterlagen mitnehmen können. Es ist ganz deutlich geworden, dass die Politik nach wie vor nicht genug für den Lärmschutz, aber auch die Sicherheit ALLER Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr unternimmt. Nur dort wo Kommune und Bürger an einem Strang ziehen, gelingt es Tempo 30 oder vergleichbare Maßnahme umzusetzen. Die Möglichkeiten und Optionen dafür sind da, aber man muss oftmals härtnäckig sein und auf entscheidungsfreudige Behördenvertreter hoffen.

In einigen Bundesländern ist man hier schon ein gutes Stück weiter. Rheinland-Pfalz spielt hier aber eine unrühmliche Rolle und verhindert auf breiter Front Tempo 30 auf Ortsdurchfahrten!!! 

Vertiefte Informationen zur Berlinveranstaltung stehen unter http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/veranstaltungen/tempo30.htm zur Verfügung.

Dr. Thomas Gebhart

Herr Dr. Thomas Gebhart - Mitglied des Deutschen Bundestages - unterstützt die Forderung nach Tempo 30 für die Rheinstraße in Kandel. Herr. Dr. Gebhart hat dies im Rahmen eines persönlichen Gespräches mit Vertretern unserer Initiative deutlich gemacht.

Eine erhebliche körperliche Gefährdung geht von Feinstaub aus!
Laut Umweltbundesamt verkürzt diser die durchschnittliche
Lebenserwartung um ca. 10 Monate! Und genau dieser Umstand wird
uns Aktivisten nicht mehr lange zuschauen lassen. Wer uns das Leben
rauben will, muss ich warm anziehen. Zur Herkunft der Daten siehe http://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/feinstaub.htm

Der SWR drehte in der Rheinstraße und sprach mit Anwohnern

Am Dienstag, 04. Oktober 2011 drehte ein Filmteam in der Rheinstraße. Es ging um die Verkehrsituation, den Lärm, die Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern, usw.. Am Donnerstag, 07. Oktober 2011 wird im Dritten Programm des SWR Rheinland-Pfaz in der Sendung "Zur Sache" ab 20:15 der Beitrag ausgestrahlt werden. 

EU Parlament für Tempo 30 in Europas Städten

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben sich zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit bis 2020 für ein EU-weites Tempolimit in Städten ausgesprochen. Ein entsprechender Bericht wurde am 27. September in Straßburg verabschiedet.

Nach dem Willen der Parlamentarier sollen Autofahrer künftig höchstens 30 Stundenkilometer in europäischen Städten zurücklegen. Damit soll die Zahl der Verkehrstoten reduziert werden. Von den jährlich etwa 35.000 Menschen, die im Straßenverkehr sterben, kommt mehr als ein Drittel durch Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit ums Leben.

Auch wenn der Bericht nicht gesetzlich bindend ist, wird er möglicherweise die Akzeptanz für ein Tempolimit steigern. Die Kommunen bekämen Unterstützung, wenn sie solche Limits einführen wollen, sagte Michael Cramer, der verkehrspolitische Sprecher der Grünenfraktion im EU-Parlament.

Das Parlament forderte die EU-Kommission auf, nun Gesetzesvorschläge zu machen. Denn die EU hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 auf 20.000 zu senken. Auch auf die Umwelt hätte Tempo 30 positive Auswirkungen. Das trifft vor allem auf Feinstaub zu, der nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bei niedrigerer Geschwindigkeit nicht so stark aufgewirbelt wird. Zwar stößt der Motor selbst kaum weniger Partikel aus, aber die Menge der Stickstoffoxide (NOx) steigt mit der Temperatur des Motors – bei Tempo 30 ist er tendenziell kühler.

In einem Brief an das Parlament kündigte EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso ein Programm an, mit dem im Verkehrssektor bis 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen zwischen 50 und 70 Prozent gesenkt werden soll.

Warum auch in Kandel ohne die Polizei geblitzt, Bußgelder verhängt und dabei das Geld auch noch behalten werden dürfte?

Schriftliche Antwort aus dem MINISTERIUM DES INNERN, FÜR SPORT UND INFRASTRUKTUR aus Mainz vom 23.08.2011 an den Verfasser dieser Zeilen:

".....es ist zutreffend, daß seit dem 1. April 1995 örtliche Ordnungsbehörden die Möglichkeit haben, Geschwindigkeitsverstöße innerorts (innerhalb der Ortstafeln, Zeichen 310/311 StVO) selbst festzustellen und auch zu ahnden. Die Rechtsgrundlage findet sich in § 7 Nr. 4 der beigefügten Landesverordnung. Gegenwärtig nehmen 22 Kommunen diese Aufgabe wahr (s. Anlage 4 der Verordnung)."

 

 

Kommunale Geschwindigkeitsüberwachung.pd
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SCN_20110823152440_001.pdf
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Sicherheit zuerst - Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - 30er Zone auch auf Bundesstraßen als Ortsdurchfahrten

Sicherheit zuerst - Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - 30er Zone auch auf Bundesstraßen als Ortsdurchfahrten
Auszugszweise wird hier die ausführliche Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eines Gesamtkonzeptes zur Erhöhung der Straßenverkehrsicherheit in Deutschland, u.a. mit der Einführung von 30er Zonen auch auf Bundesstraßen als Ortsdurchfahrten wiedergegeben.
WiBeirat30.pdf
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Sie sind auf der Internetseite von KandelTempo30 einer Zusammenkunft von handelnden Personen zur Verkehrsberuhigung in der Rheinstraße von Kandel. Seit 2011 haben haben wir nicht nachgelassen, Briefe geschrieben, Treffen gemacht, Pressearbeit angeschoben, rechtliche Recherchen angestellt, mit Behördenvertreten und Politikern gesprochen. Höhen und Tiefen haben sich "die Hand gegeben", aber seit Samstag dem 01. März 2014 ist es nun amtlich. Kandel bekommt auf seiner Bundesstraßenortsdurchfahrt Rheinstraße im  Rahmen eines Pilotversuches Tempo 30 rund um die Uhr. 

 

Wir danken allen Unterstützern und denjenigen, welche in schwierigen Zeiten zu uns gehalten haben.

 

Besonderer Dank ergeht an Frau Jutta Blatzheim-Roegler (MdL) und Herrn Dr. Tobias Lindner (MdB) und Michael Cramer (MdEP) von Bündnis 90/Die Grünen , Herrn Dr. Thomas Gebhart (MdB) von der CDU und Herrn Alexander Schweitzer (Sozialminister und MdL) von der SPD.  Die Grünen haben anlässlich einer gemeinsamen Veranstalung zum Thema 'Tempo 30' am 17. Januar 2013 mit uns zusammen den Grundstein für den Pilotversuch Tempo 30 gelegt. Dr. Thomas Gebhart hat sich stets zeitnah und sehr kooperativ unmittelbar in Mainz für uns eingesetzt. Alexander Schweitzer hat die Idee eines Pilotversuches aufgebracht und sich nachhaltig und erfolgreich im zuständigen Miinisterium des Innern, für Sport und Infrastrukur dafür eingesetzt.

 

 

Pressemeldung Podiumsdiskussion 22.01.20
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Zwischenergebnisse zum Pilotversuch Tempo 30. Erstellt durch Frau Prof. Dr. Kerstin Giering.
work in progress!
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Lärmmessung 20./21. Mai 2013
Messung1 Mo-Di20-21.05_Schallp_Äqui_Vert
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Lärmmessung 21./22. Mai 2013
Messung2 Di-Mi 21-22.05_Schallp_Äqui_Ver
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Lärmmessung 22./23. Mai 2013
Messung3 Mi-Do 22-23.05_Schallp_Äqui_Ver
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Lärmmessung 23./24. Mai 2013
Messung4 Do-Fr. 23-24.05_Schallp_Äqui_Ve
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Lärmmessung 24./25. Mai 2013
Messung5 Fr-Sa. 24-25.05_Schallp_Äqui_Ve
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